Geschichte der Amputation

Die Geschichte der Amputation – Vom Holzbein zum Carbon

Die Amputation von Körpergliedmaßen galt schon immer als ein schwerwiegender Eingriff und als die grausamste Operation der Chirugrie. Für Betroffene hat sich daran bis heute nichts geändert. Aber der Fortschritt in der Medizin hat viel bewegen können.

Damalige Ursachen für eine Amputation

Bis zum 19. Jahrhundert führten Seuchen wie Lepra und Tuberkulose, sowie Kriegsverletzungen, Erfrierungen, Tierbisse und Wundbrand zur Amputation.

Die Amputation
Früher kannte man noch keine Narkose und nur wenige chirurgische Instrumente. Für eine Amputation standen nur ein Messer, eine scharfe Amputationssäge, verschiedene Zangen und ein Stemmeisen zur Verfügung.
Um die massiven Blutungen nach der Operation zu stillen, benutzte man großflächige Glüheisen. Kurz auf den Stumpf gedrückt, schlossen sie dort die Gefäße. Erst im 16. Jahrhundert wurden die Gefäße bei einer Amputation nicht mehr mit einem Glüheisen verödet, sondern abgebunden.

Nach der Amputation
Da bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nur wenige Patienten die Amputation überlebten, war eine Prothesenversorgung danach eine völlig nebensächliche und äußerst provisorische Ausnahme.
Versorgungen für den Oberschenkel bestanden aus einem Holzbein, das an den Oberschenkelstumpf geschnallt wurde. Unterschenkelamputierte winkelten ihren Stumpf nach hinten ab und knieten auf einem Stelzbein, das um den Unterschenkelstumpf geschnallt wurde.
Nach der Jahrhundertwende bemühte man sich, durch eine gute äußerliche Wundheilung einen “prothesenfähigen” Stumpf zu bilden, der dem Patienten eine Rückkehr in den Alltag ermöglichen sollte. Eine Prothesenversorgung war jedoch weiterhin nicht selbstverständlich.

Moderne Prothesenversorgung
Eine stetige Verbesserung der Prothesenversorgung führt zu einer Steigerung der Lebensqualität der Amputierten. Der Übergang von einer Holzprothese zu Prothesenpassteilen aus Metall, Kunststoff oder Carbon, die Möglichkeit der Endbelastung des Stumpfes in der Prothese und die Gewichtsreduktion der Prothesen bringt eine leichtere Handhabung und weniger Einschränkungen für den Anwender.

Categories: Die Beinamputation

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