Hilfsmittelnummer

Was ist eine Hilfsmittelnummer?

Die Hilfsmittelnummer kennzeichnet ein medizinisches Produkt, das nachweisbar wirksam ist. stolperstein erklärt, welchen Nutzen eine Hilfsmittelnummer hat und wie sie den Umgang mit Hilfsmitteln für Sie und die Krankenkassen erleichtert.

Im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen sind alle Hilfsmittel nach Kategorien und Produktgruppen strukturiert vermerkt. Produkte, die in dieser Liste der Krankenkassen stehen, erfüllen alle geforderten Voraussetzungen für eine wirksame Therapie und werden deshalb bei medizinischer Notwendigkeit durch die Kassen vergütet.

Der Nutzen eines Hilfsmittels mit Hilfsmittelnummer

Verschreibt der Arzt ein Hilfsmittel mit Hilfsmittelnummer, so ist die Krankenkasse verpflichtet, die Kosten hierfür ganz oder teilweise zu übernehmen. Eine eventuelle Selbstbeteiligung macht dann nur ca. 10 Prozent des Abgabepreises aus. 5 Euro sind der Mindestwert, 10 Euro der Höchstwert, der gezahlt werden muss. Es kommt jedoch darauf an, über welche Krankenkasse man versichert ist.

Einschränkungen der Kostenübernahme

Die Leistungspflicht der Krankenkassen gilt allerdings nur, wenn das Hilfsmittel nach Prüfung durch die Krankenkasse genehmigt wurde. Sollte sich nach ihrer Auffassung eine andere Versorgung als wirksamer erweisen, kann sie den Antrag ablehnen. Ein zu hoher Preis des Hilfsmittels genügt allerdings nicht als Begründung.

Feste Ausnahmen

Außerdem darf es sich bei dem Hilfsmittel nicht um einen Gegenstand des täglichen Gebrauchs handeln. Während beispielsweise ein Schuh bei einem gesunden Menschen ein bloßer Gebrauchsgegenstand ist, kann es sich bei einem Diabeteskranken um ein Hilfsmittel handeln. Bei dieser Gradwanderung gibt es häufig Interessenskonflikte.

Und wie bekomme ich mein Hilfsmittel?

Die Krankenkassen betreuen tausende Versicherte und deren Gesundheit, deshalb müssen feste und transparente Strukturen eingehalten werden, damit eine reibungslose und effiziente Gesundheitsversorgung ermöglicht wird. Dehalb ist es wichtig, sich an folgende Vorgehensweise zu halten – Ihr Arzt und Sanitätshaus unterstützen Sie dabei:

  1. Suchen Sie Ihren Hausarzt auf. Er erstellt eine Diagnose (z. B. Phantomschmerzen) und wird Ihnen ein Rezept für das benötigte Hilfsmittel erstellen.
  2. Gehen Sie zum Orthopädietechniker Ihres Vertrauens. Er wird Sie ausgiebig beraten und ein für Sie passendes Produkt aussuchen. Anschließend wird er einen Kostenvoranschlag ausstellen.
  3. Das Sanitätshaus wird den Kostenvoranschlag an Ihre Krankenkasse weiterleiten. Sollte das Hilfsmittel nach Auffassung der Krankenkasse seinen Zweck erfüllen, wird der Antrag genehmigt und die Kosten werden übernommen.

Categories: Lexikon

Leave A Reply