Medizinprodukte

Medizinprodukte

Als Medizinprodukte bezeichnet man alle einzeln oder in Kombination verwendeten Instrumente, Apparate, Vorrichtungen oder Stoffe, die zum Zweck der Untersuchung, Erkennung, Verhütung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten, Verletzungen oder Behinderungen eingesetzt werden. Medizinprodukte sind von Medikamenten insofern zu unterscheiden, als dass ihre Hauptwirkung physikalisch oder physikochemisch erfolgt. Medizinprodukte sind also keine Arzneimittel, sondern bestimmte Instrumente oder Stoffe, die zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden können. Dazu zählen etwa Skalpelle, Röntgenapparate, Spritzen und vieles mehr. Sogar Kontaktlinsen und äußerliche Verhütungsmittel wie die Spirale oder Kondome zählen zur Gruppe der Medizinprodukte. Implantate oder Prothesen bezeichnet man ebenfalls als Medizinprodukte. Sie ersetzen oder unterstützen einen fehlenden oder erkrankten Teil des menschlichen Körpers und helfen Menschen, die eine Amputation hinter sich haben, schnell wieder ihr normales Leben aufnehmen zu können.

Medizinproduktegesetz (MPG) und Medizinprodukte Betreiberverordnung (MPBetreibV)

Die Verwendung von Medizinprodukten unterliegt in Deutschland strengen Regeln und Gesetzen. Das Medizinproduktegesetz (MPG) regelt seit 1994 hauptsächlich die Marktüberwachung und Prüfung bereits hergestellter Medizinprodukte. Es sorgt dafür, dass nur solche Medizinprodukte in Umlauf gebracht werden, die medizinisch und technisch getestet und als sicher befunden worden sind. Die Medizinprodukte Betreiberverordnung (MPBetreibV) stellt einen Absatz des Medizinproduktegesetzes dar, der das Errichten, Betreiben, Anwenden und Instandhalten dieser Produkte verwaltet. Die Medizinprodukte Betreiberverordnung stellt für alle professionellen Anwender und Betreiber von Medizinprodukten das wichtigste Regelwerk dar.

Categories: Lexikon

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