Neurom

Was ist ein Neurom?

Ein Neurom ist eine knäuelartige Nervenbindung, welche an durchtrennten oder verletzten Nerven entsteht. Werden Nerven durchtrennt, bemühen sie sich wieder zusammenzuwachsen. Im Prinzip sinnvoll, scheitern sie jedoch an der körperlichen Praxis:

  • kann der weitergewachsene Nervenfortsatz das andere Nervenende nicht erreichen
  • kann auch keine Nervenfunktion hergestellt werden

Die Folge ist eine knotenartige Verdickung an der Durchtrennungsstelle des verletzten Nervs – ein Neurom. Bei einer Amputation kommt es immer zu einer Nerv-Durchtrennung, weshalb besonders Menschen, die eine Amputation hinter sich haben zur Neurombildung neigen – man bezeichnet diesen speziellen Fall demnach auch als Amputationsneurom. Diese Neurome senden bereits bei einer leichten Reizung starke Schmerzsignale aus und können im fehlenden Körperteil auch Phantomschmerzen begünstigen.

Amputationsneurom und Morton-Neurom

Man unterscheidet generell zwischen zwei Arten von Neuromen: es gibt traumatische Neurome, die zum Beispiel nach einer Amputation auftreten, und es gibt das sogenannte Morton-Neurom. Das Morton-Neurom stellt eine besonders häufige und spezielle Neuromform dar, die im Mittelfußnerv lokalisiert ist. Symptome für das Morton Neurom sind akute, stechende und heftige Schmerzen im Fuß, die durch Entlastung dieses gelindert werden können. Ein Morton-Neurom entsteht vor allem durch chronisch-mechanische Reizungen des Mittelfußnervs, wie sie etwa beim Spreizfuß auftritt. Sowohl beim traumatischen Amputationsneurom, als auch beim Morton-Neurom kann eine Behandlung mit Lokalanästhetika erfolgen oder mit einer operativen Nerv-Entlastung bzw. Stumpfkorrektur Abhilfe geschaffen werden.

Categories: Lexikon

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