Die erste Prothesenversorgung

Die erste Prothesenversorgung nach der Amputation

Ihren Orthopädietechniker lernen Sie in der Regel bereits beim Ausmessen und Anpassen der postoperativen Silikonhülle kennen. Abhängig vom Verlauf Ihrer Wundheilung bestimmt dann Ihr Arzt in Absprache mit dem Orthopädietechniker den richtigen Zeitpunkt für die Anpassung der ersten Prothesenversorgung.

Ablauf der Anpassung

Ist ein Termin gefunden, besucht Sie der Orthopädietechniker und macht einen Gipsabdruck des Stumpfes. Von diesem Abdruck wird dann Ihr erster Prothesenschaft (entspricht der individuellen Stumpfform und umfasst das Restbein) modelliert. Dabei gibt es verschiedene Techniken zur Schaftgestaltung – Ihr Orthopädietechniker wird Sie gerne beraten.

Die erste Prothese nach der Amputation wird als Interimsprothese – also als vorläufige Prothese – bezeichnet. Diese dient zur Überbrückung für die erste Zeit nach der Amputation, in der sich Ihre Stumpfverhältnisse (Zu- und Abnahme des Stumpfvolumens) noch stark verändern können.

Sobald sich der Stumpf stabilisiert hat, fertigt Ihr Orthopädietechniker Ihren Definitivschaft, stellt die verschiedenen Passteile zusammen und passt Ihre Prothese an Ihre individuellen Bedürfnisse optimiert an. Ihr Orthopädietechniker erklärt Ihnen beim ersten Anpassen die verschiedenen Funktionen und gibt Ihnen Hinweise zum richtigen Umgang mit Ihrer Prothese. Er zeigt Ihnen auch, wie Sie richtig in die Prothese ein- und aussteigen.

Der Physiotherapeut wird mit Ihnen dann das erstmalige Stehen und Gehen üben.

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