Rehabilitationsteam

Ausgebildetes Fachpersonal

Am Rehabilitationsprozess ist ein ganzes Rehabilitationsteam an ausgebildetem Fachpersonal beteiligt, um individuell für Sie das bestmögliche Rehabilitationsergebnis zu erzielen.

Die/der Ärztin/Arzt ist verantwortlich für:

  • Den gesamten Rehabilitationsprozess
  • Die Führung und Koordination der Behandlung
  • Die Verordnung der geeigneten prothetischen Versorgung
  • Die Abnahme der prothetischen Versorgung
  • Behandlung von Wundheilungsstörungen
  • Die Schmerztherapie
  • Die Kontrolle der Schuh- und Einlagenversorgung der Gegenseite

Pflegedienst

  • Die Krankenschwester übernimmt die Pflege des Stumpfes, die Wundpflege, die Pflege der Prothese, sie lehrt das richtige Wickeln des Stumpfes sowie das An- und Ausziehen der Prothese (ggf. in Zusammenarbeit mit einem Ergotherapeuten und/oder einem Krankengymnasten)
  • Sie verfügt über Erfahrungen bei der Stumpflagerung zur Verhinderung von Muskelverkürzungen
  • Die Aktivierung und der Transfer des Patienten sind weitere Aufgaben

Krankengymnast/in

  • Kräftigung und Abhärtung des Stumpfes
  • Stumpf-, Balance- und Prothesentraining
  • Individuell angepasste Prothesengangschule

Orthopädie(schuh)- techniker/in

  • Beide Berufsgruppen sind in Abhängigkeit von der Amputationshöhe verantwortlich für die Herstellung und Wartung von Prothesen
  • Jede Neuverordnung bzw. Änderung sollten in der Rehabilitationsphase mit dem Rehabilitationsteam gemeinsam festgelegt werden, um die spezifischen Kenntnisse zur Ermittlung der Funktionsklasse nutzen zu können
  • Die Techniker haben Kenntnisse über die zu verwendenden Materialien und den richtigen Einsatz der Prothesenpassteile

Physikalische/r Therapeut/in bzw. Masseur/in

  • Physikalische Therapie und Massage sind differenziert anzuwenden – entsprechend der Ursache, die zur Amputation führte. So sollte z. B. ein durchblutungsgestörter Stumpf nicht massiert werden
  • Bei Amputationen nach Unfall ist neben der Vorbeugung von Schwellungen mittels Wickelung auch Lymphdrainage erlaubt. Dagegen sollte Lymphdrainage bei Amputation nach Tumoren nicht erfolgen
  • Elektro-Myo-Stimulation, d. h. die elektronische Stimulation einzelner Muskeln am Stumpfende ist generell möglich. Bei durchblutungsgestörten Stümpfen ist aber die Dauer der Übung zu Beginn der Behandlung in Abhängigkeit vom Grad der Durchblutungsstörung kürzer anzusetzen, um kein zusätzliches Versorgungsdefizit des Muskels zu erzeugen

Sporttherapeut/in

  • Kräftigung der erhaltenen Extremität und der Rumpfmuskulatur
  • Koordinationstraining
  • Sequenztraining, auch mit angelegter Prothese

Ergotherapeut/in

  • Fachgerechte Versorgung mit technischen Hilfen
  • Training der Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Behindertengerechte Anpassung des Wohn- und Arbeitsumfeldes

Psychologe/Psychologin

  • Im Mittelpunkt der Rehabilitation steht der Mensch und nicht der Stumpf
  • Die körperliche Integrität ist durch die Amputation gestört und wird vom Einzelnen unterschiedlich psychisch verkraftet
  • Die psychologische Führung des Amputierten setzt neben allgemeiner Lebenserfahrung, Vorstellungsvermögen mit körperlicher Versehrtheit leben zu müssen, auch klinische Erfahrungen im Umgang mit Amputierten voraus
  • Raucherentwöhnung

Categories: Rehabilitation

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