96450 Coburg

96450 Coburg – Selbsthilfegruppe für Amputierte

In der Klinik werden Arm oder Bein amputiert. Die Wunde heilt ab. Es wird eine Prothese angepasst. Krankengymnastische Schulung lehren, damit umzugehen. Man wird nach Hause entlassen. Und dann?

Genau dieses „Danach“ möchte die Coburger Gruppe gemeinsam mit Partnern rund um die Orthopädiebranche meistern. Gegründet wurde der gemeinnützige Verein am 14.05.2000 vom doppelseitig amputierten Egon Griebel. Die Anzahl der aktiven Mitglieder stieg von anfänglich 13 auf mittlerweile über 80 Personen an.

Der Antrieb für Egon Griebel, die Selbsthilfegruppe für Arm- und Beinamputierte ins Leben zu rufen, sind vor allem persönliche Hintergründe. Egon Griebel ist selbst Betroffener durch seine beidseitige Unterschenkelamputation. Die Selbsthilfegruppe erhält sehr viel Unterstützung für ihre Aktivitäten durch die Stadt Coburg, was für die vielschichtige Arbeit eine große Hilfe bedeutet.

Der freiwillige Zusammenschluss der Coburger, in der Altersgruppe zwischen 22 und 83 Jahren, besteht aus Betroffenen, Ärzten, Therapeuten und Sozialarbeitern, die sich in vielerlei Hinsicht für amputierte Menschen aktiv einsetzen. Hierzu zählen auch die Organisation und Durchführung von Besucherdiensten in Krankenhäusern, umfangreiche Aufklärungsarbeit sowie die gegenseitige Unterstützung im Alltag – sei es bei Behörden oder in Notsituationen.

Ziele und Aufgaben der Coburger Selbsthilfegruppe
Die Coburger Selbsthilfegruppe beschäftigt sich primär mit den Alltagsproblemen, die rund um das Thema Amputation auftreten und möchte Betroffene bei der Lösung dieser Probleme unterstützen. Unter dem Motto „Wir möchten Ihnen helfen“ ist die Unterstützung vor allem auf folgende Themenkreise gerichtet:

  • Mitspracherecht des Patienten bei der Versorgung
  • Optimale Information über alle Schritte der prothetischen Versorgung
  • Versorgung mit hochwertigen, auf die individuelle Situation des Betroffenen optimal ausgerichtete Prothesen
  • Wohnortnahe Versorgung
  • Erfahrungsaustausch der Gruppenmitglieder über den Umgang mit der veränderten Lebenssituation, über den Umgang mit Schmerzen, Phantomschmerzen und anderen Beschwerden
  • Die Information und Unterstützung Angehöriger
  • Das Problembewusstsein wecken
  • Gemeinsame Gruppentreffen
  • Durchführung von Gruppentherapien wie z. B. Gehschulung und Thermalbewegungsbäder

Die regelmäßigen Treffen der Selbsthilfegruppe für Arm- und Beinamputierte finden alle 14 Tage in der Gaststätte „Zur Einkehr“ im Coburger Stadtteil Wüstenahorn statt. Hier haben Betroffene und Angehörige die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Im Wüstenahorner Vereinslokal werden zwei „Große Tage“ im Jahr ausgerichtet. Dies sind das gemeinsame Grillfest im Monat Mai/Juni und die große Weihnachtsfeier im Dezember. Die Veranstaltungen bedeuten für alle Teilnehmer besonders schöne, unvergessliche Erlebnisse. Zu diesen Anlässen engagieren sich zusätzlich viele freiwillige Helfer, wofür die Betroffenen sehr dankbar sind.

Der Verein würde sich sehr über Interessenten und Zuschriften von Amputierten sowie Nichtamputierten freuen. Die Mitgliedschaft ist ohne Beitrag, da die Selbsthilfegruppe die Betroffenen finanziell nicht weiter belasten möchte. Auf Grund der teilweise sehr niedrigen Renten der Mitglieder und deren Bereitschaft, Unternehmungen sowie verschiedene Einrichtungen selbst zu finanzieren, würde sich der Verein über Unterstützung der Organisation, die vielschichtige Arbeit verrichtet, sehr freuen.

Weitere Informationen über den Coburger Zusammenschluss finden Sie direkt bei Egon Griebel:

Selbsthilfegruppe für Arm- und Beinamputierte Coburg e.V.

Karl-Türk-Straße 59
96450 Coburg
Tel.: 09561-33224
Fax: 09561-427863
Email: egon.griebel@t-online.de
Homepage: www.amputiertenselbsthilfegruppe-online.de

Categories: Selbsthilfegruppen

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